Reisebericht: Urlaub mit dem Wohnmobil

Bretagne, Normandie und Belgien - 2012 Mai/Juni - Seite 1

Auf unserer 20-tägigen Reise haben wir rund 3000 km zurückgelegt, rund 3000 Bilder geschossen, 3 Landschaften und 3 Städte besucht. Die Häufigkeit der Zahl 3 war keine Absicht.tl_files/slideshows/201205-Frankreich/2012-00-00-div/_DSC2678.jpg

  • Die drei Landschaften:
    Bretagne, Niedernormandie (Basse Normandie), Hoch Normandie (Haut Normandie)
  • Die drei Städte:
    Arras, Brüssel, Lüttich

Unsere Reiseziele haben wir überwiegend aus dem Michelin-Straßen-Atlas herausgefunden. Michelin bietet eine sehr zuverlässige Klassifizierung mit Sternen an. Drei Sterne bedeuten z.B.: “Hauptsehenswürdigkeit“.
So konnten wir die schönsten Küsten in der Bretagne und der Normandie bewundern und tolle Aussichten genießen.
Wir haben an einer Feier zum D-Day in der Normandie teilgenommen und  in Brüssel das Atomium und das Parlamentarium besucht.
In Lüttich lernten wir, dass ein Bahnhof zum Aufregendsten gehören kann, was man sich vorstellen kann. Und am Ende der Reise lief uns noch das belgische Königspaar über den Weg….!

 

Hier sehen sie die Route in Google-Maps - bitte klicken Sie hier

Die Route ist nicht ganz genau so, wie wir sie gefahren hatten. Die Stationen wurden erst nach der Reise eingegeben.

Ein paar Reise-Impressionen als Slideshow Video

Für eine Darstellung in Bildschirmgröße klicken Sie rechts unten in das kleine Symbol neben "YouTube". Links daneben kann man an dem Zahnrad die Aulösung einstellen. Am besten ist natürlich 1080p HD - wenn es den eigenen PC nicht überfordert. Es gibt auch Musik dazu.

Der Urlaub kann beginnen

1. Tag - Abfahrt
Fr. 25.05.2012

Eigentlich wollten wir erst am Samstag fahren. Dies ist unsere dritte Reise mit dem eigenen Wohnmobil. Etwas Routine im Packen haben wir uns ja schon angeeignet. So kommen wir bereits am Freitag um 20.30 los - Richtung französische Atlantik-Küste. Die Fahrt ist easy,  es gibt kaum Verkehr, obwohl Pfingsten ist. Bei Ramstein halten wir an um die HEUTE-Show zu sehen. Ob wir  es danach noch bis Frankreich schaffen? Das klappt, aber nach der Grenze sind auf den ersten 80 Kilometern einfach keine Parkplätze zu entdecken, die uns gefallen. So landen wir zwischen ein paar LKWs auf einem Parkplatz in der Nähe von Metz. Die ersten 300 km sind geschafft.

2. Tag -Die große Fahrt
Sa. 26.05.2012

Es liegen noch 800 Kilometer vor uns. Bei Paris gibt es die üblichen Staus, die allerdings diesmal etwas spannender sind als sonst. Grund: der Tank steht auf Reserve. Wie lange müssen wir noch stehen, wann kommt die nächste Tankstelle? Schaffen wir es noch? Am Ende geht alles gut.

Bei Chartres entscheiden wir uns spontan zu einem Besuch der Stadt. Wir hatten irgendwann gehört, Chartres sei recht schön und hätte diese tolle Kathedrale. Die Kathedrale ist schon von weitem recht beeindruckend. Später lesen wir in Wikipedia: Das imposante und aufgrund des flachen Umlands auch aus vielen Kilometern Entfernung sichtbare Wahrzeichen der Stadt ist die Notre-Dame de Chartres, die 1979 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Beim Besuch finden wir sie dann auch recht beachtlich. Sie kommt allerdings unserer Meinung nach nicht an die Kathedrale von Reims heran. Die Altstadt von Chartres ist einen Spaziergang wert. Besonders lauschige Ecken sind unten am Flüsschen, der Eure zu finden.

Wir übernachten auf einem Parkplatz zwischen Le Mans und Angers.Es sind noch rund 250 km bis zum Atlantik.

3. Tag - Pfingstsonntag - die Ankunft am Atlantik
So. 27.05.2012

Bei Nantes verlassen wir die Autobahn, um einmal quer durch die Stadt zu fahren. Es ist Pfingstsonntag morgens und es gibt kaum Verkehr. Am südlichen Loire-Ufer sehen wir eine Menge sehr schöner, moderner Architektur. Wir  drehen noch eine kurze Runde durch die Altstadt und fahren weiter.

Bei St. Nazaire interessiert uns die riesige Brücke an der Loire-Mündung. Laut Karte soll es oben einen tollen Rund-um-Blick geben. Nach Überqueren der Brücke trinken wir Kaffee in St-Brevin.

Wir sind nun am Meer angekommen und machen einen ersten Strand-Spaziergang.

Weiter geht es nach La Baule-Escoublac. Hier kann man nicht nur baden gehen sondern vor allem ein Bad in der Menge nehmen. Für einen Badeort ist es voll – und zwar unglaublich voll. Der Strand ist geschätzte 6 bis 8 km lang. Über die gesamte Länge wird der Strand von langweiligen 5-stöckigen Häusern eingesäumt. Aha … die Bausünden von Südfrankreich hat man also auch hier begangen.
Wir fahren mit den Rädern die gesamte Strandpromenade hin und zurück. Als Radfahrer ist man fein raus. Die Fahrradspuren sind vollkommen frei, keine Staus, keine Menschenaufläufe – toll.

Weiter geht es die Cote Sauvage entlang nach Batz und Le Croisic. Die „wilde Küste“ ist tatsächlich wild und beeindruckend, hier können wir die ersten typischen Bretagne-Bilder schießen mit schäumenden Wellen, die auf rauem Felsen zerschellen. Die beiden Orte sind allerdings ziemlich Wohnmobil-feindlich. Halten ist praktisch überall verboten und deshalb fahren wir weiter Richtung Guérande. Hier gibt es die berühmten Salzfelder, auf denen das sündhaft teure „Fleur de Sel“ gewonnen wird.
Mitten drin, in den Feldern, suchen wir uns einen Parkplatz und übernachten direkt an einem der Salzbecken.

Wohnmobil-Stellplatz Tipp:
In den Salzfeldern kreuzen sich 2 kleine Straßen. Dort gibt es einen ausreichend großen Parkplatz für eine Übernachtung. Allerdings ist man dort alleine auf weiter Flur. Die Atmosphäre ist jedenfalls toll.

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