Reisebericht : Wohnmobil Urlaub – Norddeutschland

Vorab eine kleine Fotoshow mit Impressionen von unsere Wohnmobil Reise:

Unser Reisebericht

Di. 24.04.2012 Hamburg

Wir kommen abends in Hamburg an.

Zum Sonnenuntergang fahren wir durch den Hamburger Hafen – über diese hohe Brücke, von der aus man die mindestens eine Million Lichter der Werksanlagen sehen kann. Im Hintergrund das Abendrot mit diesen wilden Wolken .... gibt es eigentlich ein röter als rot?  …. WHOW!

Wir suchen einen Womo-Stellplatz, der im Frühjahr 2012 eröffnet werden soll, direkt an der Elbe neben dem Zelt des Königs der Löwen liegt und von dem man aus die Silhouette der Hamburger City sehen kann. Der Platz ist leider noch nicht fertig, aber man schon mal sehen, wie er einmal aussehen wird. Was für eine Silhouette - nochmal Whow! Wir erleben, wie ein riesiges Schiff rückwärts an seinen Pier geschleppt wird.
Hier können wir leider nicht bleiben, es gibt auch keinen Platz am Straßenrand - schade – also weiter Richtung Cuxhaven.

Wir kommen durch Finkenwerder und fahren in der Dunkelheit an dem riiiesigen Gelände von Airbus vorbei. Schon wieder WHOW!

Wir durchqueren das „alte Land“ und kommen durch Jork. Hier überraschen uns wunderschöne Backsteinhäuser, die so schön sind, dass sie abends angestrahlt werden – zauberhaft.

Ein bisschen weiter entdecken wir bei Lühe eine Lücke im Damm und fahren einfach auf den Parkplatz. Er liegt direkt an der Elbe, ist für Wohnmobile gedacht und richtig schön. Erstmals sehen wir ein paar von den großen Pötten, die in den oder aus dem Hamburger Hafen fahren.

Jetzt sind wir frei von allen Verpflichtungen und der Urlaub kann so richtig beginnen.

 

Stellplatz in Lühe:

Ein normaler, geteerter Parkplatz, hinter dem Damm, direkt am Wasser. Für Womos 10,-/24Std. Hauptsächlich ist dieser Platz DER Biker-Treff in der Hamburg Gegend. Wir sehen aber aktuell (April) nur 2 Biker.

Stade, Brunsbüttel

Mi. 25.04.2012

Morgens auf dem Stellplatz erhalten wir ortskundige Tipps von unserem Womo-Nachbarn. Der Ort Stade soll einen Besuch wert sein und wenn wir große Schiffe „zum Anfassen“ sehen wollen, sollten wir an den Nord-Ostsee-Kanal fahren.

Ok – wir fahren nach Stade und machen dort einen Spaziergang. Wir vermuten, dass die Norddeutschen behaupten würden, die Altstadt von Stade läge auf einem Berg. Ein paar Schritte aufwärts muss man schon tun (aber nicht viele) und schon ist man in der Fußgängerzone. Es gibt viele kleine Geschäfte und einige recht originelle Läden (Vorsicht Kaufrausch!). Die Backsteinarchitektur ist recht sympathisch und wer ein bisschen danach sucht, kann tatsächlich Marilyn Monroe unter den Rock schauen. Nett. Wer genug Zeit hat kann sie hier recht gut verschwenden.

Weiter nach Wischhafen zur Fähre, Überfahrt nach Glückstadt und dann zur Schleuse in Brunsbüttel. Unterwegs kommen wir an dem berühmt, berüchtigten AKW Brockdorf vorbei. Nun wissen wir endlich, wo das liegt.

An der Schleuse in Brunsbüttel sehen wir zu, wie zwei riesige Pötte, die von der Ostsee kommen, durch die Schleuse geschleust werden. Merkwürdig ist, dass die Pötte  – wie es scheint – weder gehoben, noch gesenkt werden. Komisch. Des Rätsels Lösung: die Tide (Ebbe-Flut) hat offenbar fast genau die Höhe des Kanals. Klar, dass die Schiffe nicht gehoben / gesenkt werden müssen.

Stellplatz in Brunsbüttel:
Wir finden einen ziemlich schönen, inoffiziellen Stellplatz am östlichen Kai der Schleuse mit Blick auf die Elbe UND auf die Schleuse.

 

Nord-Ostsee-Kanal, Cuxhaven, Döse

Do. 26.04.2012

Morgens gehen wir vor zu dem kleinen Leuchtfeuer am Ende des Piers und schauen den Schiffen zu. Das Ehepaar neben uns fällt in fast ekstatische Verzückung, als ein riesiges Passagierschiff der AIDA-Flotte an uns vorbeifährt. Sie seien auch schon mal mit einem der AIDA Schiffe unterwegs gewesen – in die Karibik!

Da wir noch ein paar Schiffe „zum Anfassen“ fotografieren wollen, fahren wir ca. 20 km ins Landesinnere an den Nord-Ostsee-Kanal.

Ein Tipp für Wohnmobilisten: Es gibt am Kanal einige Fähren mit jeweils einem Parkplatz, meistens direkt am Wasser. Dort kann und darf man wunderbar ungestört stehen.

Wir bleiben über 2 Stunden am Kanal. In dieser Zeit kommen: ein kleines Binnenschiff, ein Schlepper, zwei Sportboote und ein kleineres Hochseeschiff – aber kein einziges so richtig tolles Schiff. So wird das nichts mit dem Super-Foto, wir geben langsam die Hoffnung auf. Uns wird es zu langweilig und wir beschließen, zurück über die Glückstadter Elbfähre nach Cuxhaven zu fahren.

Der Navi schickt uns kreuz quer übers Land und so bekommen wir einen Eindruck von der schönen Landschaft hier.

Wir kommen in Cuxhaven an. Nach einem kurzen Einkauf fahren wir zur „Platte“. Das ist ein WoMo-Stellplatz am Fährhafen, über den der NDR bereits einen halbstündigen Film gedreht hat. Das Besondere daran: Die riesigen Schiffe von und nach Hamburg fahren hier ganz nah vorbei und einer der Dauergäste erzählt sogar über Lautsprecher, was für ein Schiff das ist, wie viel es laden kann, wie schnell es gerade fährt u.s.w.
Als wir kommen ist links und rechts des Platzes der Blick auf die Elbe durch 2 große Schiffe versperrt, die nebenan gerade be- und entladen werden. Ansonsten ist der Platz öde, ja fast ein Inbegriff der Ödness. Hier wollen wir nicht bleiben und fahren deshalb ein paar Kilometer weiter nach Döse auf einen netten Parkplatz, auf dem Wohnmobile erlaubt sind und es Entsorgungseinrichtungen für WoMos gibt.

Der Platz liegt am Deich, direkt dahinter dem Cuxhavener Strand mit seinen Wiesenzäunen und Strandkörben. Abends machen wir einen Spaziergang zum Cuxhavener Wahrzeichen, der Kugelbake und erleben einen von diesen malerischen Sonnenuntergängen, bei denen man sich fast schämt, so etwas schon wieder zu fotografieren.

Wir gehen zu Bett, die Nacht wird noch eine Überraschung bieten.

Stellplatz:
Cuxhaven Döse, mit Entsorgungseinrichtungen,  3 Std. 2,- 8 Std. 4,- 24 Std. 8,-
Empfehlenswert. Am Platz gibt es Fischbuden, über den Deich ein Restaurant mit tollem Seeblick.

 

Bisher sind keine Bilder verfügbar.

Cuxhaven, Spieka-Neufeld/Nordholz

Fr. 27.04.2012

Dieser Freitag wird sehr merkwürdig verlaufen.

Gegen 5:00 werden wir von einem kurzen, lauten Krach geweckt. Es wird schnell klar – irgendwas ist kaputt gegangen. Und zwar das schräge Dachfenster über dem Fahrerhaus. Es war nicht eingerastet gewesen. Nachts kam eine kurze, starke Böe und brach es einfach ab. Das Kunststofffenster flog auf den Parkplatz, im Autodach ist nun ein offenes Loch. Verdammter Mist!

Was nun? Da es nicht regnet, schlafen wir erst mal weiter. Jetzt können wir sowieso nichts tun.

Um 9:00 beginnen wir zu telefonieren. Immerhin finden wir einen Wohnmobil-Service, der uns anbietet, das Fahrzeug ins Trockene unter ein Dach zu stellen. Ist der Urlaub nun zu Ende, müssen wir ins Hotel, wo sollen wir hier und jetzt auf die Schnelle so ein Dachfenster herbekommen? Dann ein Geistesblitz: Wir könnten versuchen, es zu kleben. Klingt gut - ab in den Baumarkt, den stärksten 2 Komponenten-Kleber auf Epoxi-Basis gekauft und streng nach Anleitung verarbeitet. Es scheint zu funktionieren – wir sind happy.

Wir fahren in Cuxhaven „Zur alten Liebe“ auf einen gebührenpflichtigen Parkplatz mit Schranke und ziehen an der Einfahrt einen Parkschein. Die Schranke geht auf und lädt uns zum Einfahren ein. Allerdings ist die Schranke an so lange Autos nicht gewöhnt. Sie geht bereits herunter als unsere Fahrräder hinten noch nicht ganz durch sind, verheddert sich darin und verbiegt sich ganz jämmerlich. Ein Zeuge eilt herbei und versichert uns, dass wir nichts dafür können. An den Rädern ist nichts kaputt, wir finden keinen Hinweis auf den Betreiber des Platzes, können ihn also auch nicht benachrichtigen und lassen es damit gut sein.

Wir laufen vor zur „Alten Liebe“. Dies ist ein alter, fast historischer Schiffsbegrüßungsplatz, auf dem sich sehr schön Schiffe und Touristen beobachten lassen. Wir bleiben da ein bisschen, gehen dann Kaffee trinken und fahren weiter. Das Dachfenster ist bisher nur provisorisch eingesetzt, hält aber ganz gut.

 

Wir fahren nach Spieka-Neufeld/Nordholz auf den WoMo-Stellplatz, der zwischen Deich und Watt liegt. Es gibt Strom und Entsorgungseinrichtungen und sogar eine Art Strand mit Campingplatz. Die Landschaft hier scheint irgendwie idealtypisch für das Wattenmeer zu sein. Sie ist reduziert auf das Wesentliche: Es gibt einen Horizont, darüber sind Wolken und darunter entweder Wasser oder diese flachen grünen Wiesen mit ein paar Schafen – sonst ist da praktisch  nichts. Unseren Platz umweht ein Hauch von Gefahr, denn er ist nicht sturmflutsicher.

Wir stellen das Auto ab. Die Klebestellen sind ausgehärtet und das Dachfenster soll nun richtig eingesetzt werden. Es geht nicht so wie erwartet und das Fenster zerbricht ein zweites mal! Verdammt, Verdammt, Verdammt!!

Also gut, wir haben keine andere Wahl. Wir entfernen sorgfältig den alten Kleber und machen das Ganze noch einmal. Während der Kleber trocknet machen wir einen Spaziergang und erleben schon wieder einen dieser irren Sonnenuntergänge. Beim Einsetzen des Fensters wird  der Fehler vom letzten Mal vermieden und diesmal scheint das Fenster zu halten. Nur – öffnen geht jetzt nicht mehr!.

Anschließend erfahren wir aus den Nachrichten, dass es am nächsten Tag in ganz Deutschland so um die 30 Grad haben soll,  nur in Norddeutschland nicht. Hier soll es regnen und so zwischen 10 und 15 Grad kalt sein. Wie finden wir das? Wir wissen es nicht genau – auch,  weil wir im Moment gar keine Lust auf 30 Grad haben.

Stellplatz:
Spieka-Neufeld/Nordholz – empfehlenswert mit sehr eigenem Charakter (s.o.) - 24 Std. 8,- 2KW 1,-

 

Cuxland Küste, Bremerhaven

Sa. 28.04.2012

Nordsee bedient heute aller gängigen negativen Klischees. Morgens regnet es, der ganze Tag ist mehr oder weniger grau in grau gehalten, es ist kalt und der Wind bläst mit rund 25 bis 30 km. Der Wind allerdings macht etwas eher Ungewöhnliches: Er bläst aus dem Landesinneren.

Zuhause in Bayern hat es derweil 30 Grad Hitze.

Wir lassen es langsam angehen und fahren gegen Mittag Richtung Bremerhaven – mehr oder weniger immer am Deich entlang. Der Deich ist zwar nicht die chinesische Mauer aber trotzdem auch ganz schön lang und hoch. Wenn ein Übergang ist, fahren wir darüber.
Bei Dornum machen wir länger halt. Hier gibt es im Wasser einen Aussichtsturm und an Land einen großen Trimm-Dich Pfad mit lustigen und modernen Turn-Geräten aus Edelstahl. Wir spielen ein bisschen herum, gehen Kaffee trinken, kaufen Krabben und fahren weiter. In Wremen (zu der Stadt mit dem B fahren wir später noch) machen wir am Wasser einen Spaziergang und fahren dann weiter nach Bremerhaven.

Der Navi führt uns durch den Haven (sorry … Hafen). Hier kommt man recht nahe an die riesigen Ozean-Dampfer heran. WHOWW – was sind die groß! Noch mehr erstaunt uns die Größe der Unterbauten von diesen Off-Shore Windrädern – also den Gestellen, die unter Wasser liegen. Die Größe kann man gar nicht mehr schätzen, sie sind absolut riiiiiiiesig!

In Bremerhaven finden wir einen inoffiziellen Stellplatz, also einem normalen Parkplatz direkt neben dem Auswanderer-Haus, das wir am nächsten Tag besuchen wollen.

Stellplatz Bremerhaven:
Inoffiziell – der Parkplatz direkt am Auswanderer-Haus

 

Bremerhaven - Havenwelten

So. 29.04.2012

Vormittags machen wir einen Spaziergang in den „Havenwelten“. Das ist ein touristisches Gebiet rund um zwei alte Hafenbecken. Hier steht die Bremerhavensche Ausgabe vom Burj Al Arab Hotel in Dubai, diesem riesigen Hochhaus mit der gebogenen Front - nur viel kleiner. Es gibt hier das Schifffahrtsmuseum, das Klimahaus, das Auswanderer-Haus, das Mediterraneo (eine italienisch angehauchte überdachte Schoppingmeile), den Zoo am Meer und eine Menge alter Schiffe.

Wir erleben, wie ein Mensch auf recht merkwürdige Weise über dem Hafenbecken schwebt, bzw. herumfliegt. Die Schwerkraft überwindet er mittels zweier dicker Wasserstrahlen (siehe Foto)

Wir gehen ins Mediterraneo und essen Fisch. Danach machen wir ein kleines Nickerchen,

Später besuchen wir das Auswanderer-Haus. Es lohnt sich. Hier gibt es inspirierende und lehrreiche  Erlebniswelten, die mit hohem requisitorischem Aufwand gestaltet wurden. Viele persönliche Schicksale werden hier per Kopfhörer geschildert. Immerhin sind über Bremerhaven quer durch die Jahrhunderte rund 7 Millionen Deutsche ausgewandert. Wer die Ausstellung besuchen möchte, sollte mindestens 2 Stunden Zeit mitbringen.

Danach tauchen wir ein wenig in den Trubel am Hafenbecken ein. Es gibt Zelte mit Imbissen und Getränken. Die Bremerhavensche Schiffergilde präsentiert ihre alten, zum Teil historischen Boote und Schiffe. Ein altes, 21m langes Schiff finden wir besonders beeindruckend. Es ist der Nachbau  eines Schiffes aus dem Jahre 1380 und konnte damals schon 200 Tonnen transportieren.. 

Auf einem Podest zwischen  Kai und Straße tanzt ein Tango-Club fast so wie in einem argentinischen Tanzcafe – Tanz um Tanz um Tanz -  eine abgefahrene Szene!

 

Bremerhaven Klimahaus

Mo. 30.04.2012

Gegen Mittag erweckt das Applaudieren einer größeren Menschenmenge an der Schleuse zum alten Hafenbecken unser Interesse. Wir fahren mit den Rädern hin. Es findet ein Wettbewerb statt:
Boote drehen sich um 360 Grad im Schleusenbecken.
Manche Boote schaffen es so, als hätten sie nie etwas anderes gemacht, andere müssen ganz schön oft vor und zurück manövrieren. So ganz verstehen wir die Regeln nicht, weil die Boote recht unterschiedlich lang sind und dementsprechend auch kürzer oder länger brauchen. Egal, die Zuschauer haben jedenfalls ihren Spaß dabei.

So um 14:00 gehen wir ins Klimahaus. Vielleicht können wir noch die Hafenrundfahrt um 16:30 mitmachen? Von wegen! Wir bleiben bis kurz vor 19:00 drin. Das Klimahaus sollte man unbedingt gesehen haben! Die  4 Ausstellungen darin sind inspirierend, informativ, ästhetisch, emotionell und unglaublich kreativ … aber sie erschlagen einen fast. 

  • DIE REISE (die größte Ausstellung: einmal rund um den Globus entlang des 8. Längen-Grades)
  • ELEMENTE (die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde Luft)
  • PERSPEKTIVEN (so könnte es mit dem Klimawandel weitergehen - für Bremen werden mehr Tourismus vorausgesagt, für Deutschland mehr Ernteerträge...)
  • CHANCEN (die kleinste Ausstellung – hier geht es darum, wie der Klimawandel abgeschwächt werden kann)

Insgesamt ist das, was hier geboten wird, viel zu viel für einen Nachmittag. Man könnte gut und gerne 2 Tage im Klimahaus verbringen. Ein ganz tolles, empfehlenswertes Abenteuer!

Wir verlassen Bremerhaven und fahren nach Eckwarderhörne, dem Tor zum Jadebusen auf den Knaus-Campingplatz. Zum Sonnenuntergang, der dieses Mal nicht so dramatisch ausfällt, machen wir einen Spaziergang auf dem Deich. Wir verweilen länger an einer kleinen Lautsprecheranlage, die per Knopfdruck Poesie und andere interessante Informationen über den Jadebusen ausspuckt. Irgendwie skurril und trotzdem schön.

Stellplatz:
Eckwarderhörne,  Knaus-Campingplatz, alles zusammen 23,- pro Nacht – nicht wenig für diese Jahreszeit.

 

Eckwarderhörne

Di. 01.05.2012

„Am siebten Tage sollst Du ruhen.“ Das soll irgendwann einmal ein kluger Mann gesagt haben.  Nun ja, es ist der elfte Tag. Wir haben beide Lust, einfach mal gar nichts zu tun, rumzugammeln. Der Campingplatz ist dafür prima geeignet und ganz besonders auch die Landschaft – mit dem Blick auf weite, grüne Wiesen und in der Ferne den Damm mit grasenden Schafen….

Ein bisschen putzen wir das Wohnmobil und gehen abends hoch in das Restaurant auf den Deich zum Fisch-Essen. Ansonsten ist tatsächlich nur Ruhe angesagt. Highlight des Tages: Beim fliegenden Händler finden wir köstliches, norddeutsches Rosinenbrot.

 

Jadebusen, Wilhelmshaven, Küste von Ostfriesland

Mi. 02.05.2012

Heute tuckern wir gemütlich an der Küste entlang und machen viele kleine Zwischenstopps:

Wir fahren um den Jadebusen herum bis nach Wilhelmshaven. Wer Dinge kaufen möchte, die man wirklich überall findet, sollte hier die Fußgängerzone besuchen. Hier gibt es nur Handelsketten und Franchiser ohne jede Individualität. Langweilig!

Weiter nach Wilhelmshaven-Nord und die schmale Küstenstraße entlang. Dabei kommt man am JadeWeserPort und an dem Ölhafen vorbei. Später entdecken wir einen kleinen Fischereihafen und essen dort am Imbiss köstlichen frischen Fisch.

Vom Ort Schillig fahren wir gleich wieder weg. Es gibt am Strand einen riesigen Campingplatz und furchtbar viele große Werbeplakate. Das sieht nach Trubel aus. Darauf haben wir keine Lust.

Weiter geht es, die „grüne Küstenstraße“ entlang. Jetzt kommen die zahlreichen kleinen und gemütlichen Fährhäfen, die zu den ostfriesischen Inseln führen. Jeder Hafen ist einen kleinen Spaziergang wert. Der Strand von Harlesiel wäre ein schöner Platz gewesen, um die Nacht zu verbringen. Es ist uns aber zu früh, wir fahren weiter.

Wir gehen in Dornumersiel auf den Campingplatz, direkt am Strand gelegen. Es gibt wieder einen schönen Sonnenuntergang, den wir heute mal „auslassen“, weil wir lieber zu Abend essen wollen.

Stellplatz:
Ein sehr schöner, gut besuchter Campingplatz in Dornumersiel, der auch Wohnmobilplätze anbietet, direkt am Strand 15,-
(Hinweis: 500 Meter zurück im Landesinneren gibt es einen Stellplatz für 5,- die Nacht)

 

Norden, Greetsiel

Do. 03.05.2012

Weiter geht es an der Nordseeküste.

Natur pur ohne Hafen, ohne Imbissbude und ohne Touristen gibt es in Hilgenriedersiel – ein echter Geheimtipp!

Danach fahren wir nach Norddeich. Hier kann man die Bedeutung des Begriffes „Entschleunigung“ spüren. Über dem ganzen Ort liegt Stille – die nur von durchfahrenden Autos gelegentlich unterbrochen wird. Wir essen Fisch in einem der unzähligen Fischrestaurants.

Sehr sympathisch – ruhig und gemütlich - ist auch die Fußgängerzone von Norden. Viele kleine Geschäfte mit liebevoller Dekoration laden zum Bummeln ein. Am Ende der Straße sieht man eine alte Mühle – sehr stimmungsvoll.

Danach fahren wir noch nach Greetsiel. Dieser zauberhafte kleine Ort  gehört einfach zum touristischen Pflichtprogramm. Wir besuchen eine kleine Ausstellung über den Nationalpark Wattenmeer und machen einen Spaziergang in der autofreien Stadt. Es regnet, wir begegnen wenigen Menschen. Wie voll wird es hier im Sommer sein!!

Wir fahren weiter zu unserem letzten Übernachtungsplatz in Ostfriesland – an die Ems-Mündung.

Stellplatz:
An der Ems / Knock-Mündung. Hier ist die Ems schon sehr breit. In der Ferne kann man Holland sehen.

 

Emden und nach Hause

Fr. 04.05.2012

Auch der schönste Urlaub geht einmal zu ende. Wir machen noch eine kurze Visite in Emden. Leider regnet es. Wir fahren einmal die Innenstadt mit den Rädern ab, essen noch einmal Fisch und dann geht es nach Hause.

 

Wir freuen uns über Ihren Kommentar

Kommentar von Michael Germann |

Ein sehr gelungener Beitrag, der eine Vielzahl der Sehenswürdigkeiten von Nordseeküste und Einzugsbereich beschreibt. Mindestens 1x jährlich machen wir diese Tour, die wir "Sieltour" nennen; allerdings beginnen wir in Greetsiel und lassen uns dann gemütlich in Richtung Osten treiben.
Wir wünschen Ihnen noch viele schöne Touren mit nachhaltigen guten Erinnerungen.

Kommentar von Katja Marz |

Sehr geehrter Herr Kussmaul
Ihre Fotodoku von der Nordsee hat mir überaus gut gefallen. Wir wohnen in Basel und planen diesen Sommer eine Tour mit dem VW T5 Camper an die Nordsee. Ich fahre mit meinem 13-jährigen Sohn und darum interessieren mich auch besonders die beiden Museen in Bremerhaven. Ist die Tour geeignet für Kids? Wir haben allerdings nur 12 Tage zur Verfügung ab/bis Basel. Haben Sie einen anderen Tourenvorschlag? Könnten Sie mir den Kartenausschnitt von Ostfriesland per e-mail schicken.
Vielen Dank liebe Grüsse
Katja Marz

Kommentar von Hans Heynen |

Sehr geehrter Herr Kussmaul,

eine sehr schoene Foto- und Videoreportage. Gibt eine gute Impression dieser Gegend.
Die Muehe wert um dort mal den urlaub zu vergringen.

Mfg

Hans Heynen aus den Niederlanden

Kommentar von Thorsten Wendt |

Hallo Herr Kussmaul,

ein wirklich schöner Bericht der mich inspiriert hat meinen Norden in diesem Jahr ganz bewusst zu geniessen und mit dem Wohnmobil zu bereisen..

DANKE!!

Beste Grüße
Thorsten

Kommentar von Gabri Klein |

Ein schöner Bericht mit guten Fotos aus meiner Heimat. Es freut mich, dass Sie so schön beschrieben haben.
Danke

Kommentar von Helmut Stroh |

Sehr geehrter Herr Kussmaul
Ihre Nordsee Dokumentation hat uns sehr gut gefallen. Wir wollen 2017 uns ein Wohnmobil kaufen und freuen uns schon auf ähnliche Reisen. Da wir noch unerfahren in den nördlichen Regionen sind, wäre es für uns hilfreich, wenn von den Stellplätzen die Sie gefunden oder angefahren sind, die Angaben für das Navi vorhanden wären. Was ich an der Stelle noch als großes Lob aussprechen möchte, sind Ihre Bilder, die von Ihnen Fotografiert wurden, ganz toll. Ich kenne mich ein wenig damit aus, weil ich auch fotografiere und hoffe auch bald solche Motive ablichten zu können.
Mit freundlichem Gruß
H.Stroh